Park + Schloss Georgium

Ab 1780 entstand das Georgium auf den sandigen Acker- und Wiesenflächen nordwestlich der Residenzstadt Dessau. Auftraggeber war Prinz Johann Georg von Anhalt-Dessau, der für die Landschaftsplanung die Gärtner Johann Friedrich Eyserbeck, Johann Georg Schoch und Dietrich Wilhelm Albert Klewitz heranzog. Bemerkenswert ist die Einbeziehung eines bestehenden Auenwalds, des Beckerbruchs, in den Landschaftspark nach englischem Vorbild. Das Landhaus und die Kleinarchitekturen im Park entwarf der Architekt und Freund des Fürsten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff. 

Das Erdgeschoß des Landhauses diente der Repräsentation und dem Empfang von Gästen. Der erste Stock war den Privatgemächern Hans Jürges und seiner Frau vorbehalten. Nach dem Tod des Prinzen verblieb das Landhaus bei der herzoglichen Familie und wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Sommerhaus zu einem vollwertigen Wohnsitz erweitert. Dies geschah 1893 durch die Ergänzung um zwei Seitenflügel und eine Verdoppelung der Wohnfläche.