
Konservator und Modernist. Ludwig Grote und das Dessauer Bauhaus
29. August bis 30. November 2026
Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr, Dienstag geschlossen
Ludwig Grote (1893–1974) war eine prägende Gestalt im anhaltischen Kulturleben der Weimarer Republik. Seit 1924 war er als Landeskonservator oberster Denkmalpfleger und als Kunstwart des Anhaltischen Kunstvereins gleichzeitig für die Pflege der aktuellen
Kunst zuständig. 1925 holte er das Bauhaus aus Weimar nach Dessau und 1927 wurde er Direktor der neugegründeten Anhaltischen Gemäldegalerie.
Die Ausstellung nähert sich seiner Person über eine bezeichnende Objektgruppe: 1927 ließ sich Grote seine Dienstwohnung vom Bauhaus einrichten. Hinnerk Scheper gestaltete außer der Wohnung auch die Wände der Ausstellungsräume der Gemäldegalerie. Marcel Breuer entwarf Möbel, welche in der Wohnung des frischgebackenen Direktors und Ehemanns aufgestellt wurden. Unter den für die Ausstellung nach Dessau zurückgebrachten Möbeln fällt besonders der Schreibtisch auf, mit dem sich Grote auf einem inzwischen ikonisch gewordenen Foto festhalten ließ.
Werke von Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Lázló Moholy-Nagy und Fritz Winter, welche Grote für sich und für sein Museum ankaufte und teilweise mit persönlichen Widmungen für ihn versehen sind, zeigen in der Ausstellung seine enge Verbindung zu den Bauhauskünstlern und seine Bedeutung für die Vermittlung ihrer Kunst.